Omas for Future Ihr Markenzeichen ist die Welt in Herzform


Die Gruppe Omas for Future wird oft verwechselt mit den Omas gegen rechts. Gegen rechts sind die Future-Omas auch. Aber ihr Fokus ist ein anderer. Jetzt kommt die Gründerin der Gruppe nach Leer.
Leer - Am Freitag, 28. Februar 2025, kommt Cordula Weimann, Gründerin der Gruppe „Omas for Future“, nach Leer. In der Stadtbücherei liest sie aus ihrem Buch „Omas for Future - Handeln! Aus Liebe fürs Leben“. Aus diesem Anlass sprachen wir mit Mitgliedern der Regionalgruppe Leer darüber, was die „Omas for Future“ ausmachen, wo sie anzutreffen sind und warum sie häufig mit den „Omas gegen rechts“ verwechselt werden. Auch das Buch zur Bewegung war selbstverständlich Thema.
Es ist Mittwochnachmittag. An einem Tisch im Leeraner Lesecafé Plenter sitzen Mitglieder der Regionalgruppe Leer von „Omas for Future“. Es ist ihr monatliches Treffen bei Tee und Kuchen. Helga Bauer holt aus ihrer Tasche mehrere DIN-A4-Blätter hervor und beginnt, die Aktionen der Regionalgruppe aus dem Jahr 2024 vorzutragen.
Viele Aktivitäten für lebenswerte Zukunft
Die Liste ist lang. Nahezu jeden Monat sind die Mitglieder unterwegs gewesen, um ihre Ideen für eine lebenswerte Zukunft nach außen zu tragen. Pflanzaktionen, Infostand mit Klimabändern, Kinderbespaßung mit selbstgebastelten Wasserbomben und Verschenkaktionen standen unter anderem auf dem Programm. Und immer wieder gab es zahlreiche Gespräche mit Interessierten. „Das Früchtefest im Ökowerk Emden hat uns besonders gut gefallen. Da waren wir den ganzen Tag und hatten sehr gute Gespräche. Wir haben viele Hefte verteilt und viel das Erwachsenenquiz und Kinderquiz gespielt“, schwärmt Helga Bauer rückblickend.
An den Ständen der „Omas for Future“ gibt es neben Diskussionen und Unterhaltungen weder Kugelschreiber aus Plastik, noch Luftballons. Der Umwelt zuliebe. „Wir haben keine Massen an Werbematerialien und schon gar nicht aus Plastik. Unsere Give-Aways basteln wir selbst. Wie zum Beispiel Samenbomben in Herzform mit insektenfreundlichen Samen aus unseren eigenen Gärten“, erläutert Umweltoma Simone Ruhl-Schmidt. Das könne Interessierten mit ruhigem Gewissen mitgegeben werden.
Abfuhr bekommen wegen Verwechslung
Mit ihren Aktionen ist die Regionalgruppe Leer der „Omas for Future“ auch in Aurich, Flachsmeer, Ihrhove, Hesel und Emden unterwegs. Und manchmal werden die Aktivistinnen dabei mit den „Omas gegen rechts“ verwechselt. Das habe bereits in einem Fall negative Konsequenzen für die Leeraner Umweltomas gehabt. Voriges Jahr habe die Regionalgruppe geplant, mit einem Stand beim Julianenpark-Fest in Leer teilzunehmen, jedoch eine Abfuhr bekommen. Die Gruppe sei zu politisch für das Fest, habe die Begründung gelautet. „An dem Termin ist uns aufgefallen, dass wir grundsätzlich mit den ‚Omas gegen rechts‘ verwechselt werden. Das passiert immer noch. Unser Markenzeichen ist die Welt in Herzform“, erläutert Ruhl-Schmidt.
Man habe nichts gegen die „Omas gegen rechts“. Die „Omas for Future“ stünden für etwas, dafür, dass sich etwas verbessert. Sie seien auch gegen rechts. Der Fokus sei jedoch ein anderer. Bei ihren Aktivitäten gehe es mehr um Informationen rund um die Umwelt. Und die möchten sie vor allem über ihr Zukunftsquiz vermitteln. „Das wollen wir spielen, spielen, spielen. Das Zukunftsquiz ist ein Alleinstellungsmerkmal der ‚Omas for Future‘. Es soll Bewusstsein schaffen für die Umwelt und dafür, dass man in kleinen Schritten Gutes für sie tun kann“, beschreibt Margit Tütje-Schlicker.
Aufbruchsstimmung durch Lesung
Ein Highlight der „Omas for Future“ ist in diesem Jahr die Lesung der Gründerin der „Omas for Future“ in Leer. Die meisten aus der Regionalgruppe Leer kennen Weimanns Buch „Omas for Future - Handeln! Aus Liebe fürs Leben“ und die Art der Präsentation bereits. „Es wird keine reine Lesung sein, sondern eine mitreißende Erzählung. In dem Buch geht es auch um die Frage, wie es gelingen könnte, Visionen umzusetzen. Die Leute sind danach positiv gestimmt. Sie haben Hoffnung“, berichtet Tütje-Schlicker.
Die Lesung von Cordula Weimann am 28. Februar in der Stadtbibliothek Leer, Wilhelminengang 2, beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist möglich unter leer@omasforfuture.de. Die Leeraner Regionalgruppe besteht aktuell aus sechs aktiven Frauen. Interessierte sind herzlich willkommen. Auch Opas dürfen mitmachen. Kontakt unter leer@omasforfuture.de und telefonisch 01573-5568041