Tergast Ein ganzes Dorf ehrt Heinz-Werner Ripke

| 13.03.2025 05:30 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Über die Verleihung des ersten Ancumanus-Preises in Tergast freuen sich (von links): die Jury-Mitglieder Fokko Böden, Lambert Tergast, Michael Weber und Holger Steen, Preisträger Heinz-Werner Ripke und Ehefrau Regine Ripke, Schirmherrin Gitta Connemann sowie die Jury-Mitglieder Bettina Steen-Gadau (Vorsitzende) und Else Martens. Foto: privat
Über die Verleihung des ersten Ancumanus-Preises in Tergast freuen sich (von links): die Jury-Mitglieder Fokko Böden, Lambert Tergast, Michael Weber und Holger Steen, Preisträger Heinz-Werner Ripke und Ehefrau Regine Ripke, Schirmherrin Gitta Connemann sowie die Jury-Mitglieder Bettina Steen-Gadau (Vorsitzende) und Else Martens. Foto: privat
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In Tergast wurde erstmals der Ancumanus-Preis vergeben. Er soll eine Auszeichnung für Vorbilder im dörflichen Miteinander sein. Eine Jury wählt den Preisträger.

Tergast - Die Dorfgemeinschaft Tergast hat erstmals einen der ihren mit dem Ancumanus-Preis ausgezeichnet. Er ist mit 500 Euro dotiert. Der erste Träger der neuen Auszeichnung ist Heinz-Werner Ripke. Er war 41 Jahre lang ehrenamtlicher Ortsbürgermeister von Tergast.

Von 1973 an sei es Ripke gelungen, die Infrastruktur im Dorf nachhaltig zu modernisieren. Ein neues Dorfgemeinschaftshaus, ein neuer Sportplatz, Baugebiete, eine Schulwegsicherung, Fahrradwege und vieles mehr seien unter seiner Ägide entstanden, so die Ancumanus-Jury.

„Wir wissen, dass Heinz-Werner Ripke seine Erfolge immer auch als Verantwortung dafür gesehen hat, die Gemeinschaft in Tergast und darüber hinaus nach den christlichen Werten des Miteinanders zu gestalten“, sagte Jury-Vorsitzende Bettina Steen-Gadau.

Kirche als Mittelpunkt des Dorfes

Sie hob in ihrer Laudatio hervor, dass Ripke sich stets dafür eingesetzt habe, die historische Kirche in Tergast als Mittelpunkt des Dorfes zu bewahren. Seine Ratschläge nehme die Dorfgemeinschaft gerne an, nicht zuletzt mit der Veranstaltungsreihe „Kulturkirche Tergast“.

Schirmherrin des Ancumanus-Preises ist die CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann. Die Gesellschaft könne sich glücklich schätzen, Menschen wie Heinz-Werner Ripke mit einem solch denkwürdigen Preis auszeichnen zu können, sagte sie.

Blumen für die Dame, eine Urkunde für den Herrn. Regine und Heinz-Werner Ripke freuen sich über den Ancumanus-Preis. Foto: privat
Blumen für die Dame, eine Urkunde für den Herrn. Regine und Heinz-Werner Ripke freuen sich über den Ancumanus-Preis. Foto: privat

Die sechsköpfige Tergaster Jury hatte 18 Tergaster für den Preis nominiert und zu der Vergabe-Feier eingeladen. Darüber hinaus waren Gäste aus dem Kirchenverband, der Gemeinde Moormerland, dem benachbarten Oldersum sowie zahlreiche Interessierte aus dem Dorf anwesend.

Heinz-Werner Ripke erklärte in seiner Dankesrede, dass es ihm stets wichtig gewesen sei, für Tergast das Beste zu erreichen. Er wünsche sich weiterhin eine starke Dorfgemeinschaft, die den Frieden bewahren solle. Das Preisgeld spendete Ripke je zur Hälfte dem Posaunenchor und dem Seniorenverein.

Pastor steht Pate für Auszeichnung

Die Dorfgemeinschaft Tergast will den Ancumanus-Preis künftig alle zwei Jahre an Menschen oder Gruppen vergeben, die in besonderer Weise Vorbilder für das dörfliche Miteinander sind.

Die Auszeichnung geht auf Bernadus Ancumanus zurück, der von 1614 bis 1661 Pastor in Tergast war. Jurymitglied Pastor Michael Weber bezeichnete ihn als „Influencer seiner Zeit“, der in seiner 47-jährigen Amtszeit nachweislich „Bildung und Humor unter die Leute gebracht habe“. Die Ostfriesische Landschaft habe die Werke von Ancumanus, der „mit tiefstem Herzen ein Seelsorger“ gewesen sei, dokumentiert.

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