Therapiezentrum in Wittmund So können Autisten ihre Maske fallenlassen

Das Autismus-Therapiezentrum in Wittmund hat eine neue Leiterin. Diese meldet sich anlässlich des Welt-Autismus-Tages am 2. April zu Wort.
Wittmund - Zum Welt-Autismustag am Mittwoch, 2. April 2025, meldet sich Sara Hannemann zu Wort. Sie leitet seit dem 1. Februar 2025 das Autismus-Therapiezentrum (ATZ) in Wittmund. Laut einer Pressemitteilung versorgt das ATZ Menschen mit Autismus aus Wittmund, Friesland und Wilhelmshaven mit Therapieangeboten. Die Einrichtung in Wittmund gehört zur Autismus-Therapie-Weser-Ems gGmbH, die außerdem Standorte in Emden, Leer, Oldenburg, Meppen und Bassum hat.

Der Welt-Autismustag habe zum Ziel, die Bedürfnisse und Rechte von Menschen mit Autismus sichtbar zu machen, heißt es weiter. Er stehe unter dem Motto „Not Invisible“ (nicht unsichtbar). Autismus ist eine komplexe und vielgestaltige neurologische Entwicklungsstörung.
Autisten haben Schwierigkeiten mit Veränderungen im Alltag
Viele Menschen mit Autismus haben Schwierigkeiten mit Veränderungen im Alltag, benötigen Routinen und Verlässlichkeit und können durch ihre besonderen Interessen und Begabungen in bestimmten Bereichen der Schule oder am Arbeitsplatz auffallen. In den Autismus-Therapiezentren kümmert sich ein Team von Psychologen und Pädagogen um die Klienten. Auch die Familie und das Umfeld werden einbezogen.
Insgesamt sei es ihr und ihrem Team sehr wichtig, die Gesellschaft zu sensibilisieren und aufzuklären, so Hannemann, „dass es Menschen mit einer anderen Wahrnehmung gibt, die sich eventuell in bestimmten Situationen anders verhalten“. Um nicht aufzufallen, versteckten sich Menschen mit Autismus hinter einer Maske. Mit etwas Umsicht und Verständnis könnten sie ihre „Maske“ fallen lassen und einfach sie selbst sein, ohne permanent anzuecken. Nähere Informationen gibt es unter www.autismus-weser-ems.de.