Lesermeinung Post-Vac | Ärzte-Versorgung | E-Autos

| 05.04.2025 09:04 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 5 Minuten
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Bei der OZ reden die Leserinnen und Leser mit. Hier haben wir Leserbriefe der vergangenen Tage gesammelt.

Post-Vac wird noch kleingeredet

Vor einigen Tagen erschien in der OZ ein Bericht über die Geschichte einer Post-Covid-Patientin. Hierzu ein paar Anmerkungen: Die Chronologie zeigt eindeutig, dass der Ausgangspunkt der Leiden eine Post-Vac-Erkrankung ist. Die Symptome traten nach der C-Impfung auf. Und ja: Diese Symptome wurden nach einer danach aufgetretenen Infektion mit SARS-CoV-2 verstärkt. Das ist nicht ungewöhnlich, denn der Auslöser dieser Erkrankung ist das Spike-Protein des Virus, von dem (endlich) berichtet wird, dass es mit sehr großer Wahrscheinlichkeit aus einem Labor stammt. Also menschengemacht ist. Wer die Vorarbeiten kennt (zum Beispiel 2015 veröffentlicht), konnte das schon lange „ahnen“. Warum bekommt jemand, der sich hat impfen lassen, wie es „Bürgerpflicht“ hatte sein sollen (Markus Söder, 2021), eine Coronainfektion und wird dadurch langfristig krank oder kränker? Die Ergebnisse der Cleveland Clinics von 2022 zeigen das deutlich: je mehr Impfungen, umso wahrscheinlicher eine Infektion. Und diese ist wieder mit einem Eintrag von Spike-Protein (und anderen riskanten Proteinen des Virus) behaftet – mit potenziellen Folgen. Eine durchgreifende Hilfe gegen diese chronischen Spike-Entzündungen ist bislang nicht in Sicht. Post- Vac wird immer noch kleingeredet. Die Empfehlung von Prof. Mertens (ehemals Stiko) lautet: Geben Sie sich als Long Covid-Patient aus. Ein weiter bestehender Skandal sondergleichen.

Dr. Dietmar Schürmann

Leer

Dann kollabiert das ambulante System

Es ist anzunehmen, dass das Koalitionspapier gute Ansätze hat, aber das Problem einmal mehr nicht beim Schopf gepackt wird. Wie will man denn sicherstellen, dass Hausärzte keine unnötigen Facharztbesuche auslösen? Was passiert mit Patienten, die gar keinen Hausarzt haben? Warum gelten Regionen erst als fachärztlich unterversorgt, wenn weniger als 50 Prozent der benötigten KV-Sitze vergeben sind? Wieso gibt es einen gewaltigen Verwaltungsapparat der KVen, die im Auftrag der GKVen sicherstellen, dass jeder niedergelassene Arzt nur etwa 75 Prozent der vertragsärztlich erbrachten Leistungen bezahlt bekommt? Zu allgemeinmedizinischen Bereitschaftsdiensten nach Feierabend und an Wochenenden ist man auch als Facharzt verpflichtet. Bürokratie wird immer mehr. Warum sollen sich junge Ärzte im ländlichen Raum niederlassen? Wenn dann auch noch die SPD-Idee umgesetzt wird, bis 75 Prozent der Facharzttermine zentral zu vergeben – man also als selbstständiger Facharzt keine eigenverantwortlich geplante Sprechstunde mehr halten kann –, werde ich meine Konsequenz ziehen müssen und nur noch privatärztlich arbeiten. Ich vermute, dass einige rentennahe Kollegen (etwa ein Drittel der Niedergelassenen) sich ebenso entscheiden würden. Und dann kollabiert das ambulante System, liebe Koalition.

Dr. med. Susanne Modemann

Norden

Das Laden ist extrem teuer

Man kann nur hoffen, dass sich potenzielle E-Auto-Käufer darüber im Klaren sind, dass das Laden an öffentlichen Ladesäulen mit bis zu 90 Cent pro kWh extrem teuer ist. Damit verursacht ein Elektrofahrzeug Kosten, die auf Langstrecke bis zu 2,5-fach höher sein können als bei einem Diesel. Ladezeiten von ca. 20 Minuten kommen noch dazu. Abhilfe schafft nur eine eigene Wallbox oder besser eine PV-Anlage mit Speicher und Wallbox. Der Streckenradius sollte bei einer Batteriekapazität von netto 77 kWh täglich 180 Kilometer nicht überschreiten. Wer also öfter mehr als 360 Kilometer fährt, sollte sich nach einem Diesel umschauen.

Frank Krähmer

Lütetsburg

Wir sollten uns schämen

Artikel 1 Grundgesetz: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Artikel 3 Grundgesetz: Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse (eigentlich gibt es nur die menschliche Rasse), seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens benachteiligt oder bevorzugt werden. Seit 2014 sind über 30.000 Flüchtlinge im Meer ertrunken. Und was macht Europa oder Deutschland? Nichts. Das sind größtenteils Menschen, die vor Krieg, Hunger und Verfolgung geflohen sind und die auch ein Recht haben, in Frieden und Freiheit zu leben. Diesen Menschen Asyl zu verweigern, ist mir vollkommen unverständlich. Wenn ich dann sehe, was im Grundgesetz steht und wie anders wir zum Teil handeln, kann ich nur sagen: Wir sollten uns schämen. Unsere Geschichte sollte uns eigentlich eines Besseren belehrt haben.

Johann Schoon

Hemmoor

Von den Eltern verzogen

Immer mehr verbale und auch körperliche Aggression gegenüber Polizei, Rettungskräften und anderen – für die meisten unerklärlich. Nicht so wie jemanden wie mich, der ich mich mit einem bestimmten Thema intensiv beschäftigt habe: mit den Wirkungen der elektronischen Medien. Von den Bildschirmen an sich und von dem, was darauf zu sehen ist, gehen diverse geistig-seelisch schädigende Wirkungen aus, nachzulesen in vielen Büchern. Zum Beispiel „Wir amüsieren uns zu Tode“ (vor dem Fernseher) von Neil Postman oder „Digitale Demenz – Wie wir uns und unsere Kinder um den Verstand bringen“ von Manfred Spitzer. Je mehr Zeit wir vor den Bildschirmen und Lautsprechern verbringen, desto stärker ist die lähmende, abstumpfende, verrohende, eine gute Entwicklung des Menschen verhindernde Wirkung. Folge: Die Menschen werden nicht richtig erwachsen. Erwachsen wird man nicht im virtuellen Lebensersatz der Bildschirme, sondern nur im realen Leben, welches mich zwingt, auf das, was um mich herum geschieht, zu reagieren, Entscheidungen zu treffen, mich mit allem, was mir an Unerfreulichem, aber auch an Erfreulichem begegnet, zu konfrontieren. Statt mit Erwachsenen haben wir es somit in sehr vielen Fällen mit Spätpubertierenden zu tun, die – als typische Pubertierende – natürlich nichts lieber tun, als Autoritäten zu ärgern, herauszufordern.

Dazu kommt: Sie sind von Eltern mehr ver- als erzogen worden, die selbst schon – vor allem vor den Fernsehern – vom virtuellen Lebensersatz geprägt und somit auch schon nicht richtig erwachsen geworden sind, entsprechend nicht wirklich Erzieher, sondern – als sogenannte Helikoptereltern – lieber Freunde und Partner ihrer Kinder sein wollen, was das Erwachsenwerden dieser Kinder zusätzlich behindert.

Ernst Schlingmann

Aurich

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